10 Anzeichen von psychischen Störungen

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In der heutigen Zeit ist unsere Gesellschaft in Bezug auf psychische Störungen und weitere emotionale Defizite durchaus passabel aufgeklärt. Allerdings gibt es noch immer spezifische Stereotypen, über welche man besser Bescheid wissen sollte, um im Notfall angemessen zu reagieren. Außerdem ist es niemals vollständig ausgeschlossen, selbst einmal betroffen zu werden.

Es kann passieren, dass ein enger Freund oder auch ein Familienmitglied urplötzlich erkrankt und braucht das nötige Verständnis. Daher ist es besser, sich in einigen Punkten auszukennen. Wir haben hier zehn häufige Anzeichen aufgezählt, aus welchen durchaus etwas mitgenommen werden kann. Man weiß ja nie so recht. Psychische Probleme gehören zum Alltag und sind durchaus häufiger, als man auf den ersten Blick denken möchte…

3. Innere Unruhe und Aufregung

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Für einige Menschen stellt es eine Sache der Unmöglichkeit dar, nur zwei Minuten still in einem Restaurant zu verweilen. Irgendetwas bringt sie schlagartig aus der Ruhe und ein Drang der Bewegung entsteht. Ist es etwa am Nebentisch zu laut oder agiert die Bedienung nicht schnell genug? Möglicherweise ist auch der Stuhl zu weich…

Oder aber die Menschen entscheiden, dass sie keine Lust auf ausländische Mitmenschen haben. All das sind typische Anzeichen für eine bipolare Manie. Eine Aufmerksamkeitsspanne einer Fliege möchte man es beinahe bezeichnen. Aber einige Menschen kennen dieses Problem. Die innere Unruhe treibt sie regelmäßig an ihre Grenzen und auch ihre Mitmenschen leiden sehr häufig unter ihren Stimmungsschwankungen.

1. Rasende Gedanken und sehr schnelle Ausdrucksweise

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Ein weiteres Zeichen von Manie sind sehr schnell wechselnde Gedanken, welche einen klaren Leitfaden im Kopf nahezu unmöglich machen. So viele Dinge im Kopf, jedoch so wenig Zeit, jene zu analysieren. Ein Gedanke jagt den nächsten und verdrängt ihn. Es ist zum verrückt werden…

Resultierend daraus sprechen Betroffene auch sehr schnell und hektisch, wechseln rasant das Thema und wirken häufig geistig abwesend. Als würden sie nicht richtig zuhören. Und genau das fällt jenen in diesen Momenten auch so schwer. Durch Gedanken und Eingebungen, welche durch das Gehirn jumpen wie ein Gummiball, leiden diese Personen sehr häufig darunter. Zur Ruhe zu kommen wird zu einer unerreichbaren Herausforderung, abschalten nahezu unmöglich.

2. Verringertes Schlafbedürfnis

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Zunächst mag dies ganz wundervoll erscheinen: Tagsüber fit wie ein Turnschuh, trotz nur 4 bis 5 Stunden Schlaf pro Nacht. Wie machen das jene Menschen bloß? Die müssen vor lauter Energie ja nur so strotzen!

Die Wahrheit ist allerdings, dass ein vermindertes Bedürfnis nach Schlaf häufig ein Warnzeichen für psychische Manie ist. Ein Zustand, welcher innere Unruhe verschafft, gelegentlich auch Bluthochdruck und die Betroffenen wie unter Strom agieren. Werden bei engen Vertrauten oder gar bei sich selbst jene Symptome festgestellt, wird ein Besuch beim Arzt empfohlen. Jener kann ggf. an einen guten Therapeuten überweisen, welcher die Ursache herausfinden wird.

3. Riskantes, impulsives Verhalten

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Sehr viele Menschen tun in ihrem Leben mal etwas waghalsiges. Eine ausgiebige Shoppingtour, eine gewagte Motorradtour oder auch die außereheliche Affäre gibt so manchem den nötigen Kick. In wie weit ein Mensch impulsiv agiert, liegt im Auge des Betrachters. Was für den einen eine waghalsige Aktion darstellt, ist für den anderen wiederum eine Kleinigkeit.

Auffällig ist es allerdings, wenn der Kollege plötzlich seine Karriere als IT-Experte aufgeben möchte und urplötzlich eine Karriere als Koch in einem mittelamerikanischen Bistro anstrebt. Wer aus dem Nichts heraus sein Leben umschmeißen möchte, ohne ausgiebig darüber nachgedacht zu haben, ist möglicherweise von einer gewissen Art des Wahnsinns betroffen.

4. Manische Selbstüberschätzung

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Kommt urplötzlich der spontane Gedanke in den Sinn, dass morgen urplötzlich ein kurz verfasster Text in der New York Times auftauchen wird, ist das schon ziemlich verdächtig. Einige Menschen erleben regelmäßige wahnhafte Anflüge von Größenwahn und extremer Selbstüberschätzung. Und können in jenen Momenten oftmals Realität und Spinnerei nicht mehr voneinander unterscheiden.

Das Verhalten wechselt teilweise wie das Wetter. In der einen Sekunde noch niedergeschlagen, demotiviert und voller Selbstzweifel, so ist die nächste Minute bereite von Wahnvorstellungen überschattet. Gefühle, als wäre man zu etwas höheren berufen und in einer gewissen Sonderstellung sind sehr typisch für eine manische Persönlichkeitsstörung. Für viele Menschen einfach nur lachhaft und kaum nachzuvollziehen. Für Betroffene meist qualvoll.

5. Keine Hoffnung mehr

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Das Leben ist von Natur aus durch zeitliche Episoden der Trauer und Hoffnungslosigkeit geprägt. Ein Todesfall, eine Trennung oder Liebeskummer werfen einige Menschen regelmäßig aus der Bahn und sorgen für einen Tiefpunkt. Allerdings ist dies nur eine zeitlich begrenzte Episode. Die meisten Menschen erholen sich nach einiger Zeit der Traurigkeit wieder.

Bei Menschen mit Depressionen ist das jedoch anders. Abgesehen von der bloßen Traurigkeit (welche die Betroffenen häufig mit Bravour zu überspielen wissen), ist dieses psychische Krankheitsbild von purer Hoffnungslosigkeit geprägt. Nichts macht mehr Sinn und Freude, alles scheint so aussichtslos. Hier ist Hilfe von außerhalb gänzlich unerlässlich.

6. Schlimme Gedanken

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Kommt es letztendlich sogar zu Selbstmordgedanken, ist keine Zeit mehr zu verlieren. Denn Selbstmordgedanken sind Teil einer wirklich schweren Depression, welche aus eigener Kraft meist nicht mehr bewältigt werden kann. Die Gedanken kreisen täglich um das Thema Tod. In Gedanken spielt sich jener Vorgang einige Male ab. Wie mache ich es am besten? Was ist schmerzlos und vor allem sicher?

Das Einzige, was viele Betroffene am Ende davon abhält, ist der Gedanke an die Angehörigen. Für die geliebten Kinder, den Ehepartner oder die Eltern werden die finsteren Pläne oftmals verschoben oder gar verworfen. Aber die Gedanken verbleiben trotz allem, kommen immer wieder hervor. Ganz besonders in sehr traurigen Stunden.

7. Entscheidungen und Konzentration

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In manischen Phasen, fühlen sich depressive Menschen durch ihre überdrehte Energie teilweise unbesiegbar. Doch der Schlafmangel, welcher häufig gar nicht zur Kenntnis genommen wird, rächt sich trotz allem. In Bezug auf die Konzentration und das Gedächtnis sogar ganz besonders.

Häufig kommt es hierbei zu einem Absturz, welcher den Betroffenen in einen größenwahnsinnigen Modus stürzt. Dadurch bildet er sich wieder einmal ein, alles zu können und hinzukriegen. Selbst wenn das Unterbewusstsein weiß, dass das nicht der Fall sein wird. Doch die Erkenntnis ist zu schmerzlich. Die Folgen sind verminderte Arbeitsleistung und Hemmungen bei wichtigen Entscheidungen. Die Angst, ohnehin zu versagen.

8. Rückzug und Desinteresse

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Das diagnostische und statistische Handbuch für psychische Störungen, Fifth Edition weist darauf hin, dass eine gewisse Apathie durchaus auf Depressionen hindeuten kann. Zieht sich ein Mensch immer mehr zurück, vermeidet den Kontakt zu Freunden und Familie und findet schließlich an nichts mehr Freude, kann von einer schweren Depression ausgegangen werden.

Diese bipolare Störung ist meist sehr tückisch zu bewältigen. Ganz besonders, wenn Betroffene keine Hilfe zulassen können und sich ihre Situation aus Scham nicht eingestehen. Sämtliche Aktivitäten und Hobbys werden vernachlässigt. Nichts macht aus der Sicht eines Depressiven mehr Sinn. Durch eine Therapie kann in einigen Fällen Abhilfe geschafft werden.

9. Verändertes Ess- und Schlafverhalten

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Wer unter einer bipolaren Störung leidet, hat häufig auch mit einem gestörten Essverhalten zu kämpfen. Jenes verläuft oftmals unbewusst und schleichend, gelegentlich aber auch radikal. Wie es sich auswirkt, ist individuell. Manche Menschen verlieren ihren Appetit und magern ab, während andere dagegen durch massive Fressanfälle und unregelmäßige Essenszeiten (auch nachts) an Gewicht zulegen.

Ebenso sieht es mit dem Schlafverhalten aus. Depressive Menschen verschlafen häufig den ganzen Tag, da sie durch ihre Krankheit sehr müde und antriebslos werden. Andere sind geprägt von Schlafstörungen, welche sie nachts wiederholt aufwachen und grübeln lassen. Bei beiden Problematiken sollte ein kompetenter Arzt zurate gezogen werden.