Behörde warnt: Schon kleine Mengen Slush-Eis ist für Kinder gefährlich

Die Sommerhitze lockt Kinder an jeden Slush-Eis-Stand – doch neue Warnungen machen Eltern hellhörig. Mehrere Behörden schlagen Alarm: Schon kleine Becher können reichen, um Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar Bewusstlosigkeit auszulösen.

Warnung der Behörden: Schon der erste Schluck kann zu viel sein

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Der Verbraucherzentrale Bayern zufolge genügen bei Kindern wegen ihres niedrigen Körpergewichts bereits wenige Schlucke, um kritische Glycerin-Dosen zu erreichen. (verbraucherzentrale.bayern)

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) listet seit 2024 mehrere Vergiftungsfälle, darunter einen Achtjährigen, dessen Beschwerden direkt nach dem Slush-Kauf begannen. (bfr.bund.de)

Lassen Sie uns nun genauer schauen, welche Stoffe hinter der quietschbunten Eisschnee-Optik stecken.

Was steckt im Becher? Glycerin und Farbstoffe unter der Lupe

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Glycerin (E 422) sorgt dafür, dass das Eis cremig bleibt – eine Höchstmenge existiert jedoch nicht. Schon 100 – 200 ml können bei Vorschulkindern Symptome hervorrufen. (verbraucherservice-bayern.de)

Dazu kommen leuchtende Azofarbstoffe wie Tartrazin und Allurarot, die nachweislich Hyperaktivität begünstigen und daher einen Warnhinweis tragen müssen. (verbraucherservice-bayern.de)

Doch welche Anzeichen deuten überhaupt auf eine beginnende Slush-Eis-Vergiftung hin?

Die Symptome – wenn der Eisspaß zum Risiko wird

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Mediziner berichten von Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Benommenheit – alles innerhalb einer Stunde nach dem Verzehr. (verbraucherzentrale.bayern)

Extremfälle wie der schottische Dreijährige Angus enden sogar mit Ohnmacht; Ärzte diagnostizierten eine akute Glycerin-Intoxikation. (bild.de)

Wie reagieren andere Länder auf solche dramatischen Zwischenfälle?

Internationaler Vergleich: Großbritannien ist schon weiter

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Nach mehreren Notaufnahmen verbietet Großbritannien den Verkauf von Slush-Eis an Kinder unter fünf Jahren – eine Regel, die auch irische Kliniken fordern. (bild.de)

Deutsche Fachstellen pochen erst seit diesem Sommer auf verbindliche Mess- und Höchstwerte, während Hersteller weiter freiwillig dosieren dürfen. (bfr.bund.de)

Was können Eltern also tun, solange klare Gesetze fehlen?

Was Eltern jetzt tun können: Tipps für den Alltag

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Fragen Sie aktiv am Stand nach den Inhaltsstoffen und teilen Sie Slush-Becher, um die Portionsgröße gering zu halten. (verbraucherzentrale.bayern)

Noch sicherer: Selbstgemachtes Frucht-Crushed-Ice ohne Glycerin und ohne künstliche Farben – das spart Zucker und Nerven. (verbraucherzentrale.bayern)

Doch möglicherweise wird Eigeninitiative bald ergänzt durch strengere Vorgaben.

Ausblick: Kommt bald ein Verkaufsverbot für Kinder?

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Das BfR prüft derzeit Grenzwert-Modelle; eine Empfehlung für ein teilweises Verbot könnte schon 2026 vorliegen. (bfr.bund.de)

Parallel drängt die Verbraucherzentrale auf EU-weite Kennzeichnungspflicht und stichprobenartige Kontrollen – ein Schritt, der den Slush-Eis-Markt nachhaltig verändern würde. (verbraucherzentrale.bayern)

Bleibt abzuwarten, ob der nächste Sommer noch so bunt – oder schon deutlich regulierter – wird.

Interessant: Wussten Sie, dass manche Tiere selbstleuchtend sind?

Biolumineszenz ist die Fähigkeit einiger Lebewesen, Licht durch chemische Reaktionen in ihrem Körper zu erzeugen. Beispiele sind Glühwürmchen, Tiefseefische und bestimmte Quallenarten. Diese Fähigkeit dient verschiedenen Zwecken, wie der Anlockung von Partnern, der Abwehr von Feinden oder der Tarnung. Die chemischen Prozesse hinter der Biolumineszenz sind ein faszinierendes Forschungsgebiet.